Nach dem gemeinsamen Spaghettiplausch im Gasthof Au empfing der FC Triesen auf der heimischen Blumenau den FC Bonaduz-duz-duz. Um in der Tabelle nicht in noch ungemütlichere Regionen zu rutschen hiess es für den FCT im Duell gegen das Tabellenschlusslicht «WIN or DIE». Trotz der bisher schwachen und sieglosen Rückrunde zählte in diesem Duell nur ein Sieg.

Zur Erleichterung aller Beteiligten konnte dieser Pflichtsieg schlussendlich auch eingefahren werden und das Team durfte nach der Partie mit einem Gläschen Cabernet Sowieso auf die drei Punkte anstossen. Der FCT liess in der ersten Halbzeit nicht viel zu und spielte selbstbewusst nach vorne. Bereits in der 20. Minute wurde dies mit der 1:0-Führung belohnt als Daniel Maria Salzgeber alleine auf das Bonaduzer Tor zog. Durch einen Knoten in seinen Beinen verpasste er zuerst leider den Abschluss und verlor den Ball. Allerdings kämpfte er sich die Kugel an der Grundlinie wieder zurück, spielte einen Querpass vor die Kiste wo der heranstürmende TGV-Dribbler Baiao nur noch einzuschieben brauchte. Zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit wirbelte auch Simon Zahn wieder als Triesner Mittelfeldmotor. Durch seine vielen Auslandreisen wurde Zahn im Anschluss nicht nur von den Zeitungen mit dem Australischen Austauschstudenten Sami Akkach verwechselt (und umgekehrt: siehe Bild), die sich fast nur im Bartwuchs unterscheiden. Ebenfalls mit an Bord beim FCT war der talentierte Perspektivspieler Alen Walser (nicht zu verwechseln mit dem Grammy-Gewinner Al Walser).

Aber nun zurück zum Spiel: Denn bereits zum wichtigen Zeitpunkt vor der Pausenpfütze konnte Alessandro Büchel mit einem satten Knall in den Winkel die Blau-Weissen mit 2:0 in Führung schiessen. Ale kommentierte dies nach dem Spiel wie folgt: „Ich fackle nicht lang – ich hau drauf.“ Das sorgte für etwas Beruhigung und einer guten Voraussetzung für die zweite Halbzeit. Leider war die Beruhigung wohl zu gross, denn im zweiten Abschnitt konnte der FCT nicht an die ersten 45 Minuten anknüpfen. Triesen stand tiefer und liess Bonaduz mehr Raum, was eigentlich nicht nötig gewesen wäre. Dennoch passierte nicht mehr viel Zwingendes und es blieb beim verdienten und überwichtigen 2:0-Sieg. Aufgrund der letzten Wochen merkte man, dass noch nicht alle Spieler so gut im Strumpf sind wie es möglich wäre, aber eine Steigerung war klar erkennbar. Trotz allem gilt es nach vorne zu schauen und noch so viele Punkte wie möglich zu holen, aber man muss auch sagen «Hauptsache Alessio geht es gut».

FC TRIESEN – FC BONADUZ 2:0 (2:0)

Sportplatz Blumenau, Triesen: 94 Zuschauer
ohne Speaker dafür mit Kommentator Alfred

Aufstellung: Tim Wiese; Wolf, Tschütscher, Goop, Walser; Braun, say no more Kind, Zahn, Salzgeber, Baiao; Büchel

Einwechslungen: Hutter, Lins

Tore: 1:0 20. Baiao, 2:0 44. Büchel

Ersatz: Ilic, Manojlovic, Olic

Bemerkungen: Triesen ohne Kosic (Check 24), Kindle (Städtlelauf), Frick, Mathis, Abdi (verletzti Klümper), Akkach (DAZ-Unterricht), Ljubicic (Vorbereitung Slow up), Arpagaus (verschollen),
2. Mannschaft: Vaccaro (Mischung aus Barzagli und Immobile), Gomes (Mischung aus Pepe und Ronaldo), Lins (Mischung aus Senderos und Chapuisat)

Bemerkenswert:
– Salzgeber kassiert in der Mauer eine legendäre gelbe Karte, weil er dem Schiedsrichter beim Zurücklaufen auf die Socken stieg.
– In der Schlussphase setzte Huttic noch zu einem Sololauf an: Haken links, Haken rechts, Hüftschwung dort und zum Schluss noch den klassischen Bauerntrick und schwups… selbst ins Offside gestellt.
– Ilic vergass zum zweiten Mal in Folge sein Dress auf die Ersatzbank mitzunehmen. Getreu dem Motto: Hauptsach i ha dr Snus dabei.

Fazit zum Spiel:
Zwischendurch hatte man das Gefühl die Spieler leben den Olympischen Gedanken: dabei sein ist alles. Offensiv bleibt festzuhalten: Wir sind verspielt wie ein Welpe.

Stellungnahme:
Ja, wir veröffentlichen nur Spielberichte wenn wir gewinnen. Wir möchten uns folgendermassen dazu äussern: Haters gonna hate.

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