Die letzte Auswärtsreise in diesem Kalenderjahr führte die Fussballfreunde Triesen 32 am Allerheiligen Dienstagabend ins Bündnerland zum Duell gegen die Spielvereinigung Chur 97. „Dr Bus vu Chur“ brachte uns sicher zur Ringstrasse. Vor diesem Spiel war der FCT einen Platz und vier Punkte vor Chur rangiert. Durch diese Nähe in der Tabelle konnte dementsprechend ein Duell auf Augenbraue erwartet werden, was schlussendlich auch so eingetroffen ist. Das Motto der Triesner lautete „Lieber mit Kilic als mit Ilic“.

Weil sage und schreibe elf Kaderspieler des FCT aufgrund von Verletzungen, Auslandaufenthalten und anderen Reisen fehlten, unterstützten Behti Kilic, Valerio Lage Martins und Piero Lage Sprenger die Manjolovic-Elf. Die Geschichte zum Spiel ist relativ schnell erzählt: Beide Halbzeiten endeten 1:1, waren hart umkämpft und haben beiden Teams einiges abverlangt. „Wenn zwei Halbzeiten 1:1 enden, dann kommen wir wahrscheinlich am Ende nicht über ein 2:2 hinaus“ fasste Debütant Hugo Gomes das Spiel zusammen. Ausgeschaut hat die Partie so, dass die junge Churer Mannschaft mehr Ballbesitz hatte und sich mit viel Druck durch die Triesner Reihen kombinieren wollte. Allerdings kämpfte der FCT im Verbund dagegen an und konnte oftmals schnelle und gefährliche Konter fahren, da die Churer die Rückwärtsbewegung eher vernachlässigten. Alleine Büchel, Kilic und Hutter vergaben in Hälfte eins 4-5 gute Möglichkeiten. Trotz dem Churer Druck ging der FCT früh mit 0:1 in Führung und dies durch einen direkt verwandelten Eckstoss von Fabian „FH08“ Hutter. Nach diesem starken Eckball zog Hutter noch ein weiterer Eckball sowie Freistoss scharf vor das Tor und jedes Mal brannte im Churer Strafraum der Baum. Der Churer Ausgleich kam etwas kurios zustande, da ein Kopfball nach einer Flanke am Elfmeterpunkt landete wo ein Churer den Ball fast verfehlte, jedoch noch leicht touchierte. Die Kugel kullerte dann im Zeitlupentempo gegen die Laufrichtung von Schlussmann Kobler ins Netz. Ein unnötiges Gegentor (in Worten vom Sport-Radio L Experte: unnötig bis zum goht numa), das man bereits vorher hätte verhindern können. Jedoch war es auch halb so wild, denn am nächsten Tag hat jeder wieder sein eigenes Rucksäckchen zu tragen.

In der zweiten Hälfte ging es nicht weniger umkämpft weiter. Nachdem Goop bereits in der ersten Halbzeit wegen einer Verletzung durch Gomes ersetzt wurde, erwischte es in der zweiten Hälfte Abdi mit Verdacht auf eine Zerrung. Diese Situation hat gezeigt, dass auch ein „Rambo“ Schmerzen verspüren kann. Bereits auf der Heimfahrt googelte selbiger Rambo seine Symptome und fand heraus, dass er nun die P-E-C-H Formel anwenden muss: Pause-Eis-Compression-Hochlagern. Denn scheint ein Einsatz beim letzten Vorrundenspiel vom Samstag ausgeschlossen zu sein. Ersetzt wurde Abdi von Valerio Martins, der die Lage (Tscheckenders?) sofort erkannt hat und als Innenverteidiger souverän aufspielte. Zwischendurch präsentierte Ersatztorwart und Teilzeitlinienrichter Kindle wieder seine kurze Zündschnur und schmiss die Fahne hin, nachdem der Schiedsrichter seinen Entscheidungen zu wenig Beachtung geschenkt hatte.

In Sachen Toren gingen die Churer rund zwölfeinhalb Minuten vor Schluss mit 2:1 in Führung. Zuvor hätte auch der FCT bereits in Führung gehen können als z.B. Salzgeber den Kasten knapp verpasste (in Worten von Bimbo: nötza gernüt) oder Kilic ins Netz traf, jedoch wegen angeblichen Abseits zurückgepfiffen wurde. Triesen kämpfte auch nach dem Rückstand kurz vor Schluss aufopferungsvoll weiter und wurde fairerweise mit 2:2 Ausgleich belohnt. Nach der heute 67. Kopfballverlängerung von Manojlovic, reagierte Kosic am schnellsten und leitete den verlängerten Ball in Messi-Manier in die Tiefe zu Salzgeber weiter. Dieser bediente den dort bereits durchstarteten Hutter, welcher dem Torhüter keinen zappel liess. Solche Aufgaben sind täglich Brot für einen Boxplayer wie Hutter. Nach dem Spiel meinte Hutter dazu: „Ir Box bruchi afach dr Knödel und denn hanget sie“.

Obwohl das Ergebnis oftmals in beide Richtungen hätte kippen können, endete dieses Flutlichtspiel mit einem gerechten 2:2 womit der Vierpunktevorsprung auf Chur bestehen bleibt. Am kommenden Samstag trifft der FCT am letzten Vorrundenspieltag bereits um 15 Uhr auf den FC Uznach. Anschliessend findet die grosse Saisonabschlussfeier auf der Blumenau statt… dann hoffentlich wieder mit den letzten drei Punkten in diesem Jahr, see ya!

Chur 97 II – FC Triesen All-Star-Team 2:2 (1:1)

Aufstellung: Kobler; Goop (ab 25. Gomes), Tschütscher, Abdi (ab 70. Obafemi Martins), Mathis; Manojlovic, Kosic, Salzgeber, Büchel, Hutter, Kilic (ab 80. Sprenger)

Tore: 0:1 Hutter, 1:1 Chur, 2:1 Chur, 2:2 Hutter

Ersatztorwart: Kindle

Ersatzbank: Coach Hanselmann mit seinem Lernenden Marco Grebhardt

Bemerkungen: Triesen ohne Arpagaus, Kind (Dreharbeiten Adam sucht Eva), Frick, Ilic, Vaccaro (St. Patrick’s festival in Irland, jedoch im Datum verirrt), J. Wolf, D. Wolf (Zwei wie Pech und Schwefel), Ljubicic (Fischen; der Köder muss den Fisch schmecken, nicht den Angler), Baiao (aleijado), Braun (Herbst in Marrakesch), Zahn (Herbstversammlung Muotathaler Wetterschmöcker)

Lesenswert

– Coach Pessimistenjupp war das erste Mal seit 5 Jahren zufrieden mit der gezeigten Leistung. Am Samstag ziehe er jedoch lieber das Spiel FC Ruggell – FC Buchs vor: „Am Samschtig hätter Pföh, miar wören weder so dumm sie und met langa Bäll spela, es verliehd i numa.“

– Il Presidente don Alfredo anlässlich des Friedengipfels der beiden Vereinen: „Also er Kobler muasch gi suacha zwöscha da Pfösta.“

– Während dem Einlaufen stellte Hutter fest: „Des Churer 2 hett höt meh Speler vom 1 dinna wia miar.“

– Trainer Igor der Grosse brachte das Kunststück fertig, sich bei der Anreise zu verfahren. Kurios dabei: Igor schnürte schon einmal für Chur 97 die Schuhe, dementsprechend sollte ihm doch der Platz bekannt sein?!

 Klarstellung der Woche:
Branko schwärmte von seiner dargebotenen Leistung. Dem wiedersprach Piero „Legend“ Sprenger null Komma plötzlich: „Säg den schono i zu diar ob guat gseh bisch.“

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