Die Vorrunde neigt sich dem Ende zu und in der drittletzten Runde vor der Winterpause zog es den FC Triesen ins „Bündnerland“ zum mit Spannung erwarteten Duell gegen den FC Hundis-Katzis… äähh… Thusis-Cazis. Im gesamten Team des FCT herrschte grosse Vorfreude, weil das Spiel am Samstagabend um 19 Uhr angesetzt wurde. Ein früherer Anstoss wäre unvorteilhaft gewesen, weil dann die Temperaturen gefühlt über null Grad gestanden hätten. Die grösste Vorfreude auf diese Partie verspürte Jovika Ilic, der auch neben dem Platz ständig rot-gefährdet ist. Besagter Ilic versuchte sich nämlich auf heimtückische Art und Weise vor der Auswärtspartie zu drücken. Die erste Phase seines Plans bestand darin, sich in einer Nacht-und-Nebelaktion aus dem Mannschaftschat entfernen zu lassen, damit offizielle Informationen nicht mehr zu ihm durchsickern. Phase zwei beinhaltete das Verpassen des Abschlusstrainings und Phase drei das Nicht-erkundigen ob man im Kader steht und wann die Abfahrt geplant ist. So wähnte sich Johannes Ilic auch noch in Sicherheit als die restliche Mannschaft bereits Höhe Bad Ragaz in Richtung Cazis fuhr. Der raffinierte Plan ging jedoch nicht ganz auf, denn Driver Grebi wurde zu einem U-Turn gezwungen um Ilic in Triesen abzuholen. Apropos Grebi, dieser hörte kurz zuvor gespannt Hutti’s Worten zu: „Kasch bitte rückwärts uf Thusis fahra, denn mahni miar seien ufm Hamweg. Ha ez i höt ka Loscht!“

Die Fahrgemeinschaft Tschütscher-Kosic-Mathis rief das Motto „Solang mr gwinnen, isch mr s Ergebnis egal!“ aus. Und so ging sie los, die wilde Partie bei eiskalten Temperaturen, schlechtem Licht und auf holprigem Untergrund. Schon im Vorfeld wusste der FCT, dass es bei dieser Partie noch mehr auf den Kampf und Einsatz ankommen wird. Genauso kam es dann auch, wobei das Heimteam in der ersten halben Stunde den besseren Eindruck hinterlassen hat und sehr lästig und aggressiv auftrat. Belohnt wurde dies mit er 1:0-Führung nach 27. Minuten als die Thusner-Cazner über die linke Abwehrseite des FCT durchbrachen und der Querpass in der Mitte verwertet werden konnte. Leider brauchte es wohl diesen „FM1 Wachmacher“, denn im Anschluss kam der FCT besser ins Spiel und kam vor allem in der Offensive auch mal gefährlich vor des Gegners Gehäuse. In der 39. Minute gelang Triesen der Anschlusstreffer durch eine schöne Kombination über links an dessen Ende Kosic unmittelbar vor dem Tor noch einen Haken schlug und dann das Leder einnetzte. (Kurios: Kosic wurde noch am selben Tag bei der Billard Landesmeisterschaft disqualifiziert, da er dieses Kreisligaspiel vorzog) Und vor dem Pausentee kam es sogar noch besser. Denn nur drei Minuten später klärte Vali Goop einen Ball kurz vor der Mittellinie und sein Schuss-Pass landete direkt in den Beinen von Ale Büchel. Dieser nutzte die Lücke in der Abwehr des Gegners, sprintete wie ein wild gewordener Gepard auf das Tor zu und schob den Ball eiskalt rechts neben dem Torwart in die Maschen. Da blieb einigen Zuschauern die Spucke weg und man konnte nur noch sagen „Geparden sind wild – aber Büchel ist wilder!“. Beim darauf folgendem Torjubel kam der ansonsten sehr zurückhaltende Büchel aus sich raus: „Juhui, so a cools Wohaend, zerst schüssi a Goal und morn gangi as Chinderschwinga.“ Somit verschaffte sich der FCT eine gute Ausgangslage für die zweite Hälfte und konnte den Rückstand in eine knappe Führung umwandeln.

Nachdem sich die Akteure in der Halbzeit am Kabinenföhn wieder aufgewärmt hatten, pfiff der Schiedsrichter sie zur zweiten Hälfte zusammen. In Hälfte zwei war es dann zu Beginn erneut Thusis und Cazis, die etwas aktiver waren und angeführt vom „Radio Thusis“ unbedingt den Ausgleich erzielen wollten. Doch an diesem Tag lief alles für den FCT und zum optimalen Zeitpunkt in der 60. Minute war es Neo-Sechser „Schorsch“ Braun, der sich wieder einmal in die Torschützenliste eintragen liess und zum vorentscheidenden 1:3 traf.

Für das Highlight des Tages sorgte dann jedoch der rechte Wingman Salzgeber, der optimal von Hutter per Querpass bedient wurde und nur wenige Meter vor dem leeren Tor… ja sie haben richtig gelesen „vor dem leeren Tor“… den Ball an den Aussenpfosten „spirzte“. Salzgeber stand dabei so nah am Tor, dass es fast unmöglich erschien, diesen Ball nicht ins Netz befördern zu können. Dabei konnten auch seine Ausreden wie „der Platz war holprig“, „habe den Schuhspanner im Schuh vergessen“ oder „mir war einfach zu kalt und 4:1 wäre zu klar gewesen“ nicht mehr ernst genommen werden.

Da es nach weitere Chancen und Halbchancen gab, war es am Ende ein mehr als verdienter Sieg für den FC Triesen, der sich damit nach zwei sieglosen Spielen wieder positiv zurückgemeldet hat. Dennoch war der Kampf gegen Thusis-Cazis absolut nötig, denn mit ein wenig mehr Pech hätte man auch den Anschlusstreffer kassieren können und dann wäre die Partie nochmals richtig heiss geworden. Hierbei gilt auch Schlussmann Kobler, der seit langem wieder einmal im Triesner Kasten stand, ein grosses Lob. Vor allem sein parierter Freistoss sowie die Thusner Doppelchance, die er vereiteln konnte, waren herausragend. Bestimmt lagen seine Spinnenartigen Reflexe auch an seinem Spiderman-Look, den er sich aus blauer Sportunterwäsche und rotem Trikot zusammenschusterte (#fremdschämmodus).

Für die Spassvögel rund um Coach Hanseltheater folgt das nächste Spiel bereits am Mittwoch im Cup Dänemark gegen FC Balzers 2
FC Thusis-Cazis – FC Triesen 1:3 (1:2)

Sportplatz St. Martin, Cazis: 72 schockgefrorene Zuschauer

Line-up: Kobler; Frick, Goop, Ilic, Tschütscher; Braun, Manojlovic, Büchel (ab 55. Baiao), Kosic (ab 75. Ljubicic), Salzgeber (ab 85. Mathis); Hutter 

Treffer: 1:0 27. Thusis-Cazis, 1:1 39. Kosic, 1:2 42. Büchel, 1:3 60. Braun 

Bemerkungen: Triesen ohne Kind & Kindle, Wolf & Wolf, Abdi & Arpagaus, Gomes & Ketchup, Vaccaro & Dente (deutsch: Zahn) sowie Gemeinderat Jürgen Kindle (Raclette-Plausch) 

Lesenswert:
– Nachträgliche Spielerbewertung von Kranko Bosic: „Der Stärkste: Fabian Hutter“.
– Ljubicic konnte nach 10 Minuten nicht mehr den Linienrichter-Job übernehmen, da er Angst hatte, ein Airbus könnte landen
– Jupp wusste bereits bei der Besammlung das Resultat und verzichtete kurzfristig auf die Reise.

Sandro‘s Wort zum Samstag:
– „Dr Hutti isch dr Puls vor Mannschaft. Sobalds im lauft, laufts fast allna und umgekehrt“

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