Die Triesner Frauen machten sich am frühen Sonntagmorgen auf nach Wittenbach. In der St. Galler Gemeinde werden die Spiele grundsätzlich um 11:00 Uhr morgens angepfiffen. Trainer Noge’s Kommentar dazu: „I kom seher ned am halb 10 am Morga do hera zum vrlüra! Also reglens!“. Die Triesnerinnen konnten in der letzten Saison zwei Mal gegen die Wittenbacherinnen triumphieren und wie es so schön heisst „alle guten Dinge sind drei!“.

Da der Rasen in Wittenbach von irgendeinem Pilz befallen ist, war ein holpriger Start ins Spiel garantiert. Die Triesnerinnen zeigten aber von Anfang an ihr Können und liessen den Ball übers Spielfeld hüpfen. So brachte Nono Kindle ihr Team in der 5. Minute in Führung. Nach einer Balleroberung von Schmidt in der Innenverteidigung verlagerte sich das Spiel auf die linke Seite zu Bolt, welche wiederum Ott im zentralen Mittelfeld anspielte. Mit einem tollen Auge spielte Ott den Ball in die Spitze zu Sturmflitzer Kindle, welche den Ball schieben wollte aber nicht konnte und kurzerhand schulterhoch ins Tor hämmerte. 0:1! Schlag auf Schlag legten die Triesnerinnen beziehungsweise die Wittenbacherinnen vor. Denn bereits nach 7 weiteren Spielminuten hiess es durch einen Eckball von Alabor 0:2 – Eigentor der Wittenbacherinnen. Viele darauffolgende Angriffe wurden durch einen Abseitspfiff unterbunden. Das Heimteam stand hoch und spielte sein langweiliges Spiel mit Abseitsfalle und hohen Bällen in die Spitze. Als die Triesnerinnen kurz nachliessen kamen die Gegnerinnen zu zwei Chancen innerhalb von 10 Minuten, welche konsequent zum 2:2 verwertet wurden. Wake-up call für die Liechtensteinerinnen! Die Mittagssonne strahlte auf die jungen Köpfe der Spielerinnen und vernebelte ca. 10 Minuten lang das Spiel des FCT. Als dann endlich wieder Fussball gespielt wurde kombinierten sich die Triesnerinnen wieder vor das Gegnerische Tor. In der 38. Minute legte Flügelblitz Gerner den Ball von der Grundlinie zurück auf Fasel. Der Schnitzer vom Sechzehnereck erreichte die Latte und berührte die Grundlinie, leider reichte es aber nicht zum dritten Tor und die Gegnerinnen klärten die Situation. Nach einem weiteren wunderschönen Spielzug flankte Nono Kindle gekonnt zu Alabor in den Strafraum, welche wiederum ihre ganze Routine zeigte und den Ball zum Pausenstand von 2:3 im Tor versenkte.

Ein bisschen von den kalten Steinplatten im Schatten abgekühlt galt es in der zweiten Halbzeit die Tücher ins Trockene zu bringen. Alabor und Fasel zeigten es in der 47. Minute vor. Nach einem ziemlich langen Gestolpere im zentralen Mittelfeld fand Fasel doch noch die Lücke in der Abwehr und spielte Alabor den Ball in den Lauf, welche nach einem 20 Meter Sprint zu ihrem dritten Tor einnetzte. 2:4! Die Gegnerinnen kamen in der zweiten Hälfte praktisch zu keinen Chancen und die Verteidigung zeigte eine solide Leistung. Die Boltwerk und Hakenvirus Kombination bewies sich einmal mehr. Trainer Noge brachte in der zweiten Hälfte durch fünf Einwechslungen auch noch einmal frischen Wind ins Spiel und die Triesnerinnen dominierten trotz brennender Hitze das Match. In der 64. Minute wurde dann auch alles noch einmal klar gemacht. Ein weiterer von Fasel erkämpfter Ball im Mittelfeld landete auf der Aussenbahn in Gerners Füssen, welche auf den zweiten Pfosten zu Alabor flankte. Die Menge schrie „Alaaaa- toooooor“ und ein Torjubel mit Salto folgte. Der Endstand von 2:5 stand somit fest. In den letzten 20 Minuten folgte dann das gewohnte Gehacke der St. Gallerinnen und auch Alabor durfte endlich noch den obligatorischen blauen Fleck in der Wadengegend entgegennehmen bevor das Spiel endlich abgepfiffen wurde.

Der zweite Sieg in Folge für die Triesnerinnen. So kann’s weitergehen!

 

FC Wittenbach – FC Triesen 2:5 (2:3)

Aufstellung: Huber, C. Kindle (C), Schmidt, T. Bolt, Ozcan, Gerner, Fasel, Ott, V. Bolt, N. Kindle, Alabor

Ersatz: Wegmann, Hermann, Aggeler, Müller, Meier

It-Girl am Spielfeldrand: Elena Lohner

Tore: Nono Kindle 5′ 0:1, Alabor (Eigentor FCW) 12′ 0:2, FCW 20′ 1:2, FCW 31′ 2:2, Alabor 42′ 2:3, Alabor 47′ 2:4, Alabor 64′ 2:5

Bemerkungen: Triesen ohne Zuppy, Suhner, Kälbi (Lonetraveler), Ponse, Büchel („am Sonntag spiel ich nicht“), Lopez Corea, Hasler, Vils, Gabathuler, Kaiser

Bemerkenswert:

Angi versuchte im Abschlusstraining am Freitag Viga für das Spiel am Sonntag durch einen gezielten Wurf einer Shampoo Dose auf den Fuss aus zu schalten, um mehr Spielzeit zu ergattern. – Nice try Angi

Vor lauter Nervosität am Morgen vergass Trainer Noge kurzerhand seinen Kaffee auf dem Autodach. Nach 100 Metern Autofahrt dann die verwirrende Frage an Anton im Bus daneben „Gell Anton, min Kaffee stoht no ufm Dach?“. (Beweisfoto)

Anton Kindle verfehlte seinen ersten Radar!

Kurze Verwirrung herrschte auch bei Ramona Wegmann. Als diese kurz nach dem 2:4 eingewechselt wurde und den Weg in die eigene Spielhälfte nicht mehr fand. Nach einigen Ramona-Rufen konnte sie sich dann doch an die Regeln erinnern und bemerkte, dass die Gegnerinnen Anspiel hatten.

Carmen Kindle’s Todesblick traf einen der Zuschauer heftig, als dieser eine Aktion von Alabor kommentierte. Der verstörte junge Mann räumte danach das Feld.

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