Am Samstagabend, zwei Tage nach dem meteorologischen Herbstbeginn, luden die Damen des FC Triesen zum ersten Heimspiel dieser Saison. Der FC Wil konnte in der letzten Saison zwei Mal besiegt werden und auch jetzt setzte Egon Eberle die Segel auf Sieg.

Zu aller Überraschung starteten die Triesnerinnen um 18:00 Uhr mit Vollgas ins Spiel und übernahmen zugleich die Kontrolle über das Geschehen auf dem Feld. Das Spiel im Mittelfeld passte und der Ball rollte locker leicht über den Rasen. Nach fünf kurzen Spielminuten brachte Alabor ihr Team in Führung. Ein glücklich abgewehrter Ball in der eigenen Innenverteidigung sprang über die Innenverteidigung der Wilerinnen direkt vor Alabors Füsse, welche sich noch gegen eine letzte Gegnerin durchsetzen musste, bevor sie den Ball gekonnt an der Torhüterin vorbeischob. Die Triesnerinnen liessen den Ball weiter rollen und jagten die Wilerinnen über das Feld. Nono Kindle verfehlte dann in der 15. Minute kurzerhand das leere Tor. Wir lassen an dieser Stelle Nachsicht walten, da sie erst zum zweiten Mal bei den Grossen mitspielen durfte und die Grösse des Tors einfach noch überschätzte. Nach einer kurzen Showeinlage von Carmen Kindle in der 18. Minute (der sterbende Schwan) schickte Trainer Noge bereits Ramona Wegmann zum Einlaufen. Die Entwarnung folgte postwendend. Kindle erhob sich und humpelte wieder aufs Feld. Kindle’s Aussage nach ein paar Witzen auf ihre Kosten: „Iar sin blöd! Sie isch mr imfall vooooll ufa Fuass gstanda! Voll fest!“. Fertig ausgeschwenkt, weiter im Text. Nach einem Eckball in der 20. Minute waren sich die Bolten nicht einig, welche das Tor nun erzielen soll. So setzte Tamara ihren Kopfball kurzerhand an den Rahmen des Tors, nach dessen Abpraller verwertete Vanessa dann schliesslich zum 2:0! Auch Gerner, Fasel und Alabor hatten noch gute Torchancen. Das Pausenergebnis von 2:0 konnten sie jedoch nicht mehr beeinflussen. Zum Seitenwechsel standen somit alle Zeichen auf Sieg.

Pausentee Trinkspruch: „Super agfanga und denn nurno Ping Päng Pong!“
– Zitat Egon Eberle

Die Triesnerinnen zeigten auch in der zweiten Halbzeit ihr fussballerisches Talent. Wenn auch nicht im bisherigen Tempo, behielten sie die Kontrolle über das Spiel und setzten Impulse im Angriff. Noemi-ä-Naomi Kindle nutzte dann in der 60. Minute ihre zweite Torchance und verwertete den Pass von Gerner gekonnt. Viga spielte die Pässe am Samstag einfach gerner als die Tore alleine zu machen. Alator versenkte dann auch noch einen Weitschuss aus 25 Metern im Tor und erhöhte den Spielstand auf 4:0. Gegen Ende des Spiels zeigten sich dann auch die Wilerinnen aktiver in der triesnerischen Hälfte und setzten Nadelstiche nach vorne. Die Innenverteidigung blieb (meist) souverän und T. Bolt spielte ihre Position – Zitat Egon Eberle – einfach sagenhaft! Und als schon alle 74 Zuschauer dachten, die Triesnerinnen brächten wieder einmal ein Spiel zustande, ohne ein Briefkastentor zu erhalten, machten es die Wilerinnen Alabor gleich und probierten es mit einem Weitschuss, welcher prompt zwischen der Keeperin Huber und der Latte seinen Weg ins Tor fand. 4:1. Nazmi streckte dann noch eine Gegnerin im Strafraum brutal nieder (kleiner Witz am Rande), sodass der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt zeigen musste. Die Gegnerinnen verkürzten somit in der 90. Minute noch zum 4:2 bevor die Partie abgepfiffen wurde.

Jubel Trubel Heiterkeit, die ersten drei Punkte sind im Kasten!

 

FC Triesen – FC Wil 1900 4:2 (2:0)

Aufstellung: Huber, Kindle (C), Schmidt, T. Bolt, Hermann, Gerner, Fasel, V. Bolt, Vils, Kindle, Alabor

Ersatz: Lohner, Wegmann, Gabathuler (Tor), Kaiser, Ozcan

Tore: Alabor 5′ 1:0, V. Bolt 20′ 2:0, Nono 60′ 3:0, Alabor 75′ 4:0, FC Wil 81′ 4:1, FC Wil 90′ 4:2 (Penalty)

Bemerkungen: Triesen ohne Meier, Suhner (ausgeliehen an den FC Barcelona), Müller (Abenteuertrip), Zuppy, Kälbi (verletzt), Ponse, Büchel (die Wolken störten), Lopez Corea, Hasler, Aggeler

Bemerkenswert:

– Captain CK hat sich noch nicht daran gewöhnt, dass sie nicht mehr die einzige Kindle im Team ist und sprang bei der Schirikontrolle blitzschnell auf, als ihr Nachname dran war. Dass der Schiri erst bei Nummer 6 angekommen war und Carmen die Nummer 11 auf dem Rücken trägt, hat sie kurzerhand ignoriert.

– Trainer Noge legte sich wieder einmal mit dem Schiri an. Nasenspitze an Nasenspitze wurde dann klar gestellt wer der grössere Kerl auf dem Platz ist – oder so.

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