Nach der bitteren Niederlage am Samstag waren Anton Kindle sowie die Spielerinnen froh, bereits am Dienstag wieder eine Möglichkeit zu haben, diese verlorenen Punkte wett zu machen. Motivation und Konzentration waren daher hoch. Der Tabellennachbar Wittenbach, mit dem man nach dem knapp verlorenen Spiel in der Vorrunde (2:1) noch eine offene Rechnung hatte, war zu Gast auf der Blumenau.

Das Spiel war von Beginn an ausgeglichen und beide Mannschaften zeigten schöne Spielzüge. Die Triesnerinnen stiessen in den ersten Minuten einige Male zum Tor vor, zwingende Goalchancen waren jedoch noch nicht vorhanden. Auffallend war das harte Einsteigen der Wittenbacherinnen in die Zweikämpfe. In der 15. Minute bekam auch Eva Fasel diese Härte der Gegnerinnen zu spüren und wurde bei einem Abschlussversuch vor dem Tor unfair gestoppt. Für Fasel war das Spiel gelaufen, Diagnose: Zerrung des Innen- und Aussenbandes. Die nächste nennenswerte Aktion fand in der 35. Minute statt. Der Schiedsrichter zeigte nach einem lauten Aufschrei der Gegnerin auf den Elfmeterpunkt und ahndete das Einsteigen in den Zweikampf von Sandra Wildhaber mit einer gelben Karte und somit mit einer 10 Minuten Strafe. Der FC Wittenbach versenkte die Kugel für Christa Bärtsch unhaltbar ins rechte Eck. Die Triesner Frauen waren nur kurze Zeit in Unterzahl, denn 2 Minuten später zeigte der Schiedsrichter einer Spielerin Gelb für ein Foul an Laurissa Gassner.

Nach der Pause traten beide Mannschaften wieder mit 11 Spielerinnen auf den Platz und eine Aufholjagd der Triesnerinnen war gefragt. Der Einstieg in die zweite Halbzeit gelang dem FC Triesen besser, Chancen konnten herausgespielt werden. Nach einem sensationellen Steilpass in der 51. Minute dribbelt Lauristar ab der Mittellinie mehrere Gegenspieler gekonnt brasilianisch aus und glänzt mit einem knallharten Monsterweitschuss aus 25 Metern, welcher sich erst wieder in den Maschen im rechten Kreuz wiederfindet… Schön wärs!!! 😛 Der Angriff war nicht ganz so spektakulär: Carmen Kindle lancierte auf der rechten Seite Rebecca Suhner mit einem langen Ball, diese zog in die Mitte, schob den Ball weiter zu Laurissa Gassner, welche den Ball in Zeitlupentempo irgendwie über die Torlinie brachte.

Nach dem 1:1 versuchten auch die Wittenbacherinnen wieder mehr Druck zu machen und sie stiegen noch härter in die Zweikämpfe. Besonders in der Schlussphase war hohe Konzentration der Triesnerinnen gefragt, um nicht wie am Samstag erneut in den letzten Minuten den Entscheidungstreffer zu kassieren. Die beste Chance hatte Monika Burgmeier durch einen Weitschuss an den rechten Pfosten, der Abpraller sprang Laurissa Gassner unglücklich ans Schienbein und konnte nicht verwertet werden. In der 83. Minute versuchte eine Spielerin des FC Wittenbach einen Schuss auf Strafraumhöhe, welcher genau passte. In der Folge erspielte sich der FC Triesen noch einige Möglichkeiten, woraus jedoch kein Tor mehr resultierte. Ein klarer Rückpass der Gegnerinnen direkt in die Hände des Goalies wurde unverständlicherweise nicht abgepfiffen. In der 87. Minute zeigte der Schiedsrichter einer Wittenbacherin eine weitere gelbe Karte nach einer Schwalbe. 1:2 der Schlussstand, die Frust stand den Triesnerinnen ins Gesicht geschrieben.

Die Gegnerinnen waren spielerisch etwas besser, vor dem Goal jedoch nicht zwingender. Ein Unentschieden wäre wohl das fairste Ergebnis gewesen.

Die nächste Möglichkeit 3 Punkte zu holen gibt es am Sonntagabend, 18:00, im Bünderland beim FC Ems.

 

FC Triesen – FC Wittenbach 1:2 (0:1) Blumenau, Triesen

Aufstellung: Bärtsch, Kindle, Müller, Wildhaber, Meier, Mullis, Burgmeier, Bolt, Gerner, Fasel, Suhner

Ersatz: Ott, Kälbi, Petrovic, Lauristar, Beck

Tore: 0:1 35. Wittenbach, 1:1 51. Lauristar, 1:2 83. Wittenbach

Bemerkungen: Triesen ohne Bigger (Ferien) und Schmidt (verletzt)

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