Topmotiviert machten sich die Triesnerinnen am Samstag um 15:15 Uhr auf die lange Reise ins schöne Thurgau. Kurz nach Abfahrt merkte Ramona, dass sie ihre Fussballschuhe vergessen hatte. Glücklicherweise war ihr Bruder so nett und brachte ihr diese noch nach Triesen. Mit an Board war die altbekannte Sabi Safe, welche nun beim FC Balzers spielt, da alle 4 Torhüterinnen des FCT verletzt oder abwesend waren. Angekommen im Thurgau und bereit für die Spielerkontrolle im blauen Dress meinte der Schiri zu den Triesnerinnen: «Äs git äs chlises Problem, d’Gegnerinne händ au es blaus Dress.» So musste der FCT sich wieder umziehen und trat schlussendlich in weiss an.

Bereits beim Einwärmen wurde bemerkt, dass der Ball auf dem nassen Kunstrasen unglaublich schnell rollt. Die Negele-Elf konnte sich jedoch gut den Verhältnissen anpassen und spielte von Beginn an ruhig und konzentriert. Ziel war es zunächst einfach mal den Ball rollen zu lassen, flache schöne Pässe zu spielen und Sicherheit zu finden. Und es funktionierte ziemlich gut. Besonders über die Seiten erkämpften sich die Gäste immer wieder nach vorne und Nono Kindle sowie Suhner hatten Chancen das 1:0 zu erzielen. In der 20. Minute tankte sich Aggeler auf der rechten Seite durch und brachte den Ball in die Mitte wo Suhner stand, diese zog ab und die Torhüterin rettete mit einer Glanzparade. Daraufhin musste sich die Torhüterin an der Hand pflegen lassen, Schmidt lief währenddessen im Kreis rundherum und alle fragten sich: was macht sie? Schmidt’s Antwort war: «Wenni immer lauf und nid stoh blib denn tuet mer mini Hüft nid weh!» Dann in der 28. Minute war es endlich so weit: Die zur Innenverteidigerin mutierte Annika Vils machte einen Befreiungsschlag, dieser kam bis in die Sturmspitze zu Kindle, welche sich den Ball schnappte und mit Höchstgeschwindigkeit zwischen den Verteidigerinnen vorbeizog. Abschluss und 0:1! Auch die Heimmannschaft kam vor der Pause einige Male gefährlich vors Tor, Sabi Safe hielt ihren Kasten jedoch sauber. Pause – Zeit für den aufgewärmten Eistee.

Die Triesnerinnen wollten zu Beginn der zweiten Halbzeit gleich wieder Druck machen und auf 2:0 erhöhen. In der 54. Minute bewies Suhner Übersicht und legte den Ball zurück auf Fasel, diese lancierte Nono Kindle in der Sturmspitze mit einem hohen Ball über die Abwehr und netzte unhaltbar zum 0:2 ein. Die Gegnerinnen wurden etwas aggressiver und gaben nicht auf. Jedoch war es in der 70. Minute erneut der FCT der das Runde ins Eckige traf. Suhner versuchte einen Schuss aus der Distanz, dieser prallte an der Torhüterin ab und Nono musste nur noch einschieben. 0:3! In der Schlussviertelstunde mussten die Triesnerinnen nochmals alles dagegenhalten, um kein Gegentor zu bekommen. Es blieb jedoch beim 0:3, erster Saisonsieg: Check! Fazit eines Zuschauers aus dem Thurgau: Supooo gmacht!

 

FC Frauenfeld – FC Triesen 0:3 (0:1)

Tore: 27’ 0:1 Kindle, 54’ 0:2 Kindle, 70’ 0:3 Kindle

Aufstellung: Sabi Safe, Änschi Meier, Vils, Gartmann, Wegmann, Aggeler, Fasel, Gassner, Mirla Schmidt, Suhner, Nono Kindle

Ersatz: Ozcan

Zuschauer: Gerner

Bemerkungen: Triesen ohne Lohner, Huber, Gerner, Gabathuler, Kindle, Übersax, Kälbi, T. Bolt, Miladinovic (unser Lazarett), Bolt 2, Müller, Kalberer (Arbeit), Burgmeier (wir warten auf das Comeback) Hermann, Lopez Corea, Benneckenstein, Ponse und Hasler

 Bemerkenswert:

Mirla kommt mit dem Koffer ans Spiel – Jetsetterin – Bild

«Frauafeld isch kei Problem», Zitat Mirla. Nachdem sich alle über ihre riesige Zuversicht dem Spiel gegenüber überrascht verhielten stellte sie klar, dass sie die Zugverbindung nach Zürich meinte und nicht etwa das bevorstehende Spiel!

Auf dem Hinweg wurde diskutiert, wie die Thurgauer den Rand eines Gewässers nennen: «Ufo?»

Während die Triesnerinnen sich aufwärmten kühlte Viga ihre Backe nebenan auf der Kunsteisbahn.

Ramona hatte bereits erste Krampferscheinungen nachdem Anziehen der Stulpen. Ihr Senf-Spiegel war sichtlich niedrig.

Nachdem Mirla mitbekam, dass wir das Dress umziehen müssen und dass wir auf Kunstrasen spielen war sie bereits «putzhässig».

Aufgrund der grazilen Gestalten hielten die Frauenfelderinnen die Triesnerinnen für Eiskunstläuferinnen und schickten diese zuerst in die Halle nebenan zur Kunsteisbahn.

In der Pause wurde diskutiert, mit was für einer Aufstellung der FC Frauenfeld spielte. Man einigte sich auf «Alle gegen alle».

Nono schläft mit Licht und liebt Horrorfilme.

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