Die Triesnerinnen waren am Samstagabend zu Gast in Niederurnen beim FC Linth 04. Die Tabellen Vierten erwiesen sich schon in der Vergangenheit als harter Gegner und waren immer für Tore gut. Da die Tabellenschlusslichtgenossen Wittenbach, Widnau und Frauenfeld nicht im Sinne der Triesnerinnen spielten und in den letzten Partien immer wieder punkten konnten, befindet sich der FCT wieder unter dem Strich und ist nach wie vor abstiegsgefährdet.

Mit der Unterstützung von Tamara Bigger und Stefanie Kanapathippillai brachten es die Triesnerinnen am Samstag zum Glück doch auf 14 Spielerinnen. Danke noch einmal für euren tollen Einsatz!

Bei gnadenlosen 28 Grad Aussentemperatur starteten die Damen nach dem Aufstiegsspiel der Männer des FC Linth in das Spiel. Der FC Linth suchte schnell den Abschluss doch die beiden Weitschüsse zu Beginn der Partie verfehlten das Tor von Lopez Correa klar. Lopez Correa? Ja! Ana gab am Samstag ihr #comebackstronger im Tor da Betty Bossis Hand immer noch nicht einsatzbereit ist und Benneckenstein die ganze Woche krank war. Die Partie war von Beginn an ein Leckerbissen für die Zuschauer. Nach 5 Minuten erzielte die starke Nr. 10 des FC Linth bereits den Führungstreffer, wovon sich die Triesnerinnen aber nicht beeindrucken liessen und eine Minute später durch Tamara Bigger bereits ausglichen. Ganz lässig überlupfte Bigger die Torhüterin des FC Linth. Der Treffer wirkte sehr befreiend für das Spiel der Triesnerinnen. Tamara Bigger sowie Nono Kindle hatten in den nächsten zehn Minuten drei Riesenchancen, die leider nicht verwertet werden konnten. Das Heimteam wurde immer passiver und die Triesnerinnen konnten offensiv immer mehr die Oberhand gewinnen. Die nächste Grosschance der Triesnerinnen bot sich Bigger in der 32. Minute. Nach einer wunderschönen Passkombination von Flügelspielerin Gerner, Mittelfeldakteurin Fasel und Stürmerin Bigger, setzte eben diese zum Schuss an, welchen die Torhüterin aber leider hielt. Schade! Kurz vor der Halbzeit war es dann Alabor, die das Heimteam zum zittern brachte. Der wunderbare Freistoss halblinks vor dem Tor prallte in letzter Sekunde am nahen Pfosten ab und die Torhüterin klärte die Situation. Auch der FC Linth zeigte sich kurz vor dem Pausenpfiff noch einmal aktiver und spielte einen gefährlichen Schnittstellenball durch die etwas unsichere Abwehr der Triesnerinnen, sodass die Stürmerin alleine auf das Tor von JLo ziehen konnte. Diese agierte geistesgegenwärtig und spitzelte den Ball im Zweikampf vor dem Strafraum der Stürmerin aus den Beinen. Ganz stark! 1:1 der Pausenstand mit einer klaren Dominanz der Triesnerinnen.

Kurz nach der Pause war es einer der ersten Angriffe der Lintherinnen, die sie erneut in Führung brachten. Eine unglaublich glückliche Hereingabe sowie eine schlechte Verteidigung und eine noch glücklichere Verwertung stellte den Spielstand auf 2:1. Es ging nicht lange und die Triesnerinnen kassierten den nächsten Treffer. Ganz nach dem Motto «Wer sie vorna ned macht, kunnt sie hinna öber.». 3:1. Cärmi kommentierte treffend: «Bi ihna keien sie so glücklich ihi und bi üs wells afach ned sie!». Doch die Partie war noch jung und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. So war es Fasel, die in der 61. Minute nach einem wunderbaren Freistoss von Alabor per Kopf einnetzte und so den Anschlusstreffer erzielte. 3:2! Die Partie war nun ein wenig ausgeglichener und beide Teams kamen zu ihren Chancen wobei sich der Hauptteil des Matchs im Mittelfeld abspielte. Eine unüberlegte Aktion von Lopez Correa brachte dem Heimteam dann einen gerechtfertigten Penalty ein, welcher auch verwandelt wurde und den FCT weiter vom Wunschergebnis entfernte. 4:2. Später war es dann Nono Kindle, die in der 80. Minute der Verteidigerin den Ball abluchste und nach einem Sololauf locker flockig das dritte Tor für den FCT erzielte. 4:3. Wer denkt, es sei genug, war nicht dabei. Denn nach einem Foul in der 85. Minute bot sich dem FC Linth eine ausgezeichnete Freistossposition vor dem Strafraum. Gekonnt erzielten sie so das letzte Tor der Partie und besiegelten den Endstand von 5:3.

Zwei unnötige Tore zum Schluss und ein unachtsamer Start in die zweite Halbzeit versaute den Triesnerinnen diese vielversprechende Partie. Trotzdem zeigte das Spiel eines: Es mangelt nicht am Können der Spielerinnen. In den letzten zwei Partien der Saison kann das Schicksal noch gedreht werden. Am Samstag treffen die Triesnerinnen auf den FC Ems und im letzten Heimspiel am 9. Juni spielt der FCT auf der Blumenau gegen den FC Ebnat-Kappel.

Wir hoffen auf grosse Unterstützung!

FC Linth 04 – FC Triesen 5:3 (1:1)

Aufstellung: Lopez Correa, Meier, Druebersax, Holzfuss-Hermann, Gummifuss-Vils, Gerner, Grauhaar-Fasel, Alator ohne Tor, Betty Huber, Bigger, Nono

Ersatz: Kanapathippillai, Bolt, Gassner

Tore: Bigger, Fasel, Nono

Bemerkungen: Triesen ohne Lohner, Troisio, Gabathuler (alle verletzt), Benneckenstein (kränkelt), Miladinovic, Schmidt (beide verletzt), Burgmeier (bädelet), Müller (fühlt sich noch nicht bereit), Gartmann (verletzt), Özcan, Wegmann (Rückenprobleme), Suhner, Aggeler (reisen beide), Kalberer, Hüftopfer Kälbi und Tämsi Bolt

Bemerkenswert:

Stirnhaar-Alator blieb leider ohne Tor.

Annika-Schäraschnett-Vils stellte beim «Franz-Ausschneiden» fest: «I ka das ned so guat, i ka nur Schäraschnett». Und natürlich die bekannte «Basisschrift» auf der Wandtafel. Was man nicht alles lernt an der PH!

Grauhaar-Fasel warnte ihre Mitspielerinnen vor dem Spiel, dass sie aufgrund ihrer Knieverletzung nur Kurzpässe und keine langen Bälle spielen könne. Die Diagnose folgte nach dem Spiel: Aussenband-Zerrung und ein Termin beim Kälbi zum Haare färben. In 10 Tagen sollte sie aber wieder fit sein.

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