Als grösster Verein in Triesen spielt der Fussballclub eine entscheidende Rolle in der Gemeinde. Präsident Fredy Wolfinger betont, dass man ein «Dorfverein» sei. Der familiäre Gedanke steht im Vordergrund: Jeder soll die Möglichkeit haben, im eigenen Dorf zu kicken. Dementsprechend wird die Juniorenabteilung des FC Triesen mit grossem Aufwand betrieben. «Wir sprechen von Trainerteams. Kein Nachwuchsteam hat nur einen einzelnen Trainer. Dadurch ist auch bei Verhinderungen immer mindestens ein Trainer anwesend», erklärte der FCT-Präsident. Nicht zu vernachlässigen sei dabei die gesellschaftliche, erzieherische Wirkung, die der Sport und das Vereinsleben für die Nachwuchskicker mit sich bringt. Dass der Nachwuchs gerne in Triesen spielt, spiegelt sich bei einem Blick auf die Juniorenabteilung wider. Knapp 200 Junioren und 70 Juniorinnen schnüren ihre Fussballschuhe für den FC Triesen. Seit letztem Sommer decken die Triesner sogar wieder alle Alterskategorien von G- bis A-Junioren ab – zuvor fehlten dem FCT die A-Junioren. «Der Zulauf bei den Jüngeren ist enorm. Ab dem Alter, in dem die Jugendlichen in die Weiterführenden Schulen kommen, wird es schwieriger. Wir sind froh, dass auch in diesen Altersklassen kaum Spieler wegbrechen», sagte Wolfinger. Grundstein dafür, dass es beim FCT nun wieder A-Junioren gibt, ist die gepflegte Kooperation mit dem FC Vaduz. Des Weiteren sind knapp 20 Spieler des FC Triesenberg in die Juniorenstufen D bis A integriert. Dass es beim FC Triesen nun wieder ein A-Juniorenteam gibt, ist für den Verein, der plant, immer mehr Junioren an den Aktivbereich heranzuführen, von grosser Bedeutung. «Wir konnten damit eine wichtige Lücke schliessen», sagte Wolfinger. Bereits ohne A-Junioren gab es zwar Nachwuchsspieler, die den Sprung in den Aktivfussball schafften. Für diejenigen Spieler, die am Ende ihrer B-Junioren-Zeit aber noch nicht dazu bereit waren, tut sich nun eine willkommene neue Option auf.

Gleichzeitig konnte im Frühling eine neue Mädchen-Mannschaft gebildet werden. E-Juniorinnen, die an Knaben-Turnieren in der zweiten Stärkeklasse teilnehmen. Mit knapp 70 Juniorinnen betreiben die Triesner die grösste Juniorinnenabteilung der Region. Genau wie im Juniorenbereich setzt der FC Triesen im Mädchenfussball auf die Zusammenarbeit mit allen anderen Vereinen aus dem Liechtensteiner Oberland.

Das Fundament steht

Sportlich war die Saison 2017/2018 für die Aktivmannschaften des FC Triesen, mit Ausnahme der zweiten Mannschaft, die derzeit auf dem dritten Tabellenrang steht, kein Erfolg. Für die erste Mannschaft wurde am vorletzten Spieltag der Abstieg in die Viertliga bittere Realität. «Wir hatten zu Beginn der Saison einen jungen Kader. Im Winter haben wir durch den Abgang von Spielertrainer Martin Rechsteiner weiter an Substanz verloren», sagte Wolfinger. Durch Verletzungen, Sperren, das Kürzertreten von erfahrenen Spielern und Matches, in denen man die Punkte im letzten Moment hergab, war die verkorkste Saison dann komplett. Für Wolfinger ist klar, dass die erste Mannschaft auch in den nächsten Jahren das Aushängeschild des FC Triesen bleiben wird. Gemäss der Vision 2021, welche der Verein am vergangenen Freitag auf seiner Homepage publizierte, will man jedoch nichts überstürzen und die erste Mannschaft mit eigenen Spielern neu aufbauen. Dementsprechend wurde bezüglich Ligazugehörigkeit kein Ziel gesetzt. «Dieser Prozess wird seine Zeit brauchen. Für die Jungen sollte es Ansporn genug sein, wieder in einer höheren Liga spielen zu können.» Das Fanionteam wird in der neuen Saison vom Trainerduo Fabian Hutter und Nikola Coric trainiert, die in der aktuellen Saison bei der zweiten Mannschaft an der Seitenlinie und auf dem Feld standen. «Die beiden haben durch ihren Einsatz und ihre gute Arbeit in der zweiten Mannschaft die Chance verdient, sich als Trainer der ersten Mannschaft zu zeigen. Die zweite Mannschaft wird derweil vom bisherigen Haupttrainer der A-Junioren, Alessio Haas, und Rahmet Abdi, aktuell Spieler der zweiten Mannschaft, übernommen. Um auch den erfahrenen Spielern, die kürzertreten wollen, eine Option zu bieten, soll in absehbarer Zeit wieder eine Seniorenmannschaft (30+) entstehen. Bisher war das Fenster zwischen Aktivbereich und dem bestehenden Veteranenteam, wo erst ab 40 Jahren gespielt werden kann, doch gross.

Auf eine schwierige Saison blicken auch die Triesner Damen in der Zweitliga zurück. Auch hier sind junge Spielerinnen nachgerückt, während erfahrene Spielerinnen kürzertraten. Dazu kam auch viel Pech. «Diverse Spielerinnen fielen verletzungsbedingt bis zu einem Jahr aus – drei davon mit einem Kreuzbandriss.» Derzeit stehen die Triesnerinnen auf einem Abstiegsplatz. Am letzten Spieltag kann das Team von Stefan Negele mit einem Sieg gegen Ebnat-Kappel den Klassenerhalt aber noch schaffen.

Quelle: Vaterland

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